Chinesische Provinz Sichuan ein Lonely Planet Best of Asia 2018

Feuriges Essen, verschlafene Pandas, eine Vielfalt alter Kulturen und wilde Naturlandschaften zeichnen die westlich gelegene Provinz Sichuan aus. Vom Reiseführer Lonely Planet besonders hervorgehoben wurde die Hauptstadt Chengdu, der Ausbau der Eisenbahnlinien, der auch entfernte Teile des Landesinneren zugänglich macht, sowie die Nationalparks der Provinz.

Chengdu – eine moderne Stadt mit langer Geschichte

Sichuans Hauptstadt Chengdu hat sich zu einer coolen, modernen Metropole voller Kunst, Design und einer ausgeprägten Musikszene entwickelt. Neben traditionellen Tempeln und jahrhundertealten Teehäusern findet man schicke Boutique-Hotels, angesagte Clubs und kreative Brauereien sowie eine Vielzahl an Kunstmuseen.
Doch Chengdu ist nicht nur das Zentrum der Provinz sondern auch der Hotspot für eine der vier bekanntesten Küchen Chinas. Besucher die scharfes Essen lieben kommen hier voll auf ihre Kosten – die Spezialität der Region ist der Feuertopf, der mit kräftigen Gewürzen und dem weltweit bekannten Sichuan-Pfeffer serviert wird.

Pandabären – Chinas liebenswertes Wahrzeichen

Chengdus Forschungsstation für Riesenpandas ist hervorragend geeignet um Chinas Nationaltier hautnah zu erleben, aber auch in Ya’an und Wolong kommen Panda-Fans auf ihre Kosten. Die Forschungsstationen liegen in unberührter Natur – hier wandern Besucher durch bewaldete Schluchten, vorbei an Wasserfällen und Kulturdenkmälern.

Sichuans Nationalparks – Wandern in unberührten Landschaften

Tief im westlichen und nördlichen Sichuan sowie auf den zerklüfteten Ausläufern des tibetischen Plateaus finden sich einige der schönsten Nationalparks Chinas. Dazu zählt auch der Jiuzhaigou-Nationalpark mit seinen türkisblauen Seen und Wasserfällen.
Im „Tal der neun Dörfer“, wie der Park übersetzt heißt, können Besucher ausgedehnte Wanderungen unternehmen und bei tibetischen Familien übernachten um die Natur und Kultur der Region hautnah kennenzulernen. Nicht weit entfernt liegt der Park des „gelben Drachen“ – der Huanglong-Nationalpark. Die zahlreichen Kalksteinformationen wirken aus der Ferne wie ein riesiger goldener Drache, der sich zwischen den schneebedeckten Berggipfeln über das Tal windet. Das Gebiet ist 1992 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt worden.


Weiter im Westen der Provinz findet man die drei Täler des Four Sisters Mountain National Park. Auf unbefestigten Wegen wandert man im Schatten von vier hoch aufragenden Gipfeln mit Gletschern und erfrischt sich in abgelegene Seen.

Tibetische Gebiete – Kultur vom Dach der Welt

Die neue Tibet-Sichuan-Eisenbahnlinie zwischen Chengdu und Lhasa eröffnet 2025. Mit ihr kann man die Strecke von über 2.000 km in nur 15 Stunden zurücklegen. Für einen Hauch von Tibet in Sichuan empfiehlt sich Reisenden ein Abstecher in die tibetisch geprägten Gebiete im Westen der Provinz. So findet man in der Region Kham urige Bergkloster wie Langmusi, die Stadt Garze oder das Danba-Tal. Diese Orte sind ideal, um in die tibetische Kultur und Religion einzutauchen.

Das Chengdu-Becken – Heilige Stätten der chinesischen Geschichte

Der Große Buddha von Leshan Buddha von Leshan. Bild © FVA China
In der Nähe von Chengdu finden sich verschiedene religiöse Stätten, an denen man der Hektik der Großstadt entkommen und einen Einblick in Chinas Geschichte erhalten kann. 140 Kilometer von Chengdu entfernt liegt die Stadt Leshan, Heimat des berühmten, 71 Meter hohen großen Steinbuddha. Die Figur wurde direkt in die Felswand gehauen, sie soll die wirbelnden Wasser der drei mächtigen Flüsse, die hier zusammenlaufen, besänftigen. Pilger aus dem ganzen Land reisen hierher, um diesen imposanten Buddha vom Land oder vom Boot aus zu bestaunen.
Nicht weit entfernt liegt ein weiteres Highlight der Provinz – der Berg Emei. Er gilt als einer der vier heiligen Berge des chinesischen Buddhismus und ist seit mehr als 1.500 Jahren Wallfahrtsort für viele Gläubige. Durch ruhige Waldwege, vorbei an Tempeln aus dem 9. Jahrhundert, gelangt man zum Gipfel, auf 3099 Metern. Damit ist er der höchste der vier heiligen buddhistischen Berge in China.

Das lokalen Dujiangyan-Bewässerungssystem Teil des Unesco-Welterbes

Das taoistische Highlight von Sichuan ist der Berg Qingcheng. Er liegt ca. 90 Kilometer südlich von Chengdu und ist zusammen mit dem lokalen Dujiangyan-Bewässerungssystem Teil des Unesco-Welterbes. Die auf dem Berg gelegenen alten Tempel sind umgeben von stillen, nebligen Wäldern und gelten als Geburtsort des Taoismus. Seit mehr als 2.000 Jahren kommen Pilger hierher, um in den Klöstern zu meditieren und die natürliche Schönheit der Region in sich aufzunehmen.
Hier finden Sie weiterführende Informationen zur Provinz Sichuan in China

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