Warum es jetzt günstig ist zu investieren, anstatt zu sparen.

Ein Sparer, der heute sein Geld anlegen will, wird schnell bemerken, dass es schon wesentlich bessere Zeiten gab. Besonders dramatisch: Entscheidet man sich für klassische Finanzprodukte, die noch vor wenigen Jahren empfohlen wurden, so erzielt man heute nicht nur keine Rendite mehr, sondern muss am Ende reale Verluste akzeptieren. Somit muss auch der sicherheitsorientierte Anleger heute nach Alternativen Ausschau halten und ein gewisses Risiko eingehen, damit das Geld, das man veranlagen will, keinen Wertverlust erleidet.

Nullzinspolitik: Sparer gehören zu den Verlierern

Doch warum ist das Sparen heutzutage keine Option mehr? Die exzessive Nullzinspolitik, die von der Europäischen Zentralbank (kurz: EZB) verfolgt wird, hat die klassischen Sparbücher, Tagesgeldkonten wie Kapitallebensversicherungen unattraktiv werden lassen. Aufgrund der Tatsache, dass mit der Gelddruckerei die Inflation angeheizt wird, gibt es somit einen weiteren Faktor, der das Sparguthaben weniger werden lässt. Keine einfache Zeit für Sparer, denn die Nullzinspolitik wird auch in absehbarer Zeit nicht beendet werden. Vor allem auch deshalb nicht, weil natürlich auch die Coronavirus-Problematik die Wirtschaft belastet – eine neue Weltwirtschaftskrise, wie sie bereits 2007 bzw. 2008 beobachtet werden konnte, ist nicht mehr ausgeschlossen.

Nicht zu viel Geld auf dem Sparbuch lassen

Und obwohl selbst große Banken sagen, man solle nicht zu viel Geld auf dem Sparbuch lassen, sind es noch immer rund zwei Drittel aller Deutschen, die das Sparguthaben am Tagesgeldkonto oder Sparbuch parken. Das heißt, man akzeptiert einen Geldwertverlust. Doch sind die Alternativen wirklich so kompliziert wie gefährlich? Nein. Viel gefährlicher für das Ersparte sind die traditionellen Produkte, die nicht nur keine Gewinne versprechen, sondern auch noch am Vermögen nagen.

220 Euro oder doch lieber 15.000 Euro?

Wer sein Geld rentierlich anlegen will, der muss darauf achten, dass die Verzinsung nach Abzug der Steuern größer als die Inflationsrate ausfällt. Rechnet man mit einer langfristigen Inflationsrate von rund 2 Prozent, so muss mit dem angelegten Geld, nach Abzug der Steuern, eine Rendite erzielt werden, die über 2 Prozent liegt. Nur dann kommt es zu einer tatsächlichen Vermehrung des Vermögens. Das schon seit mehreren Jahren herrschende Zinsniveau gleicht die Inflationsrate jedoch nicht aus. Ein Sparer, der sich also für das Sparbuch entscheidet, akzeptiert negative Rendite – und das, obwohl Geld auf die Seite gelegt wird. Berücksichtigung man dann noch etwaige Bankgebühren und Steuern, die auf die sehr niedrigen Zinsen bezahlt werden müssen, entsteht hier eine drastische Abwärtsspirale.

Eine durchschnittliche Rendite von 7,1 Prozent mag hier übrigens keine Utopie sein

Wer etwa 1.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto liegen hat, das mit 0,5 Prozent verzinst wird, darf sich nach 40 Jahren über einen Zinsertrag von 221 Euro freuen. Würde dieselbe Summe in den DAX angelegt werden, so könnte bei einer durchschnittlichen Rendite von 7,1 Prozent ein Ertrag von über 15.500 Euro verbucht werden. Eine durchschnittliche Rendite von 7,1 Prozent mag hier übrigens keine Utopie sein – wer über einen langen Zeitraum in den deutschen Aktienindex investiert, erreicht einen durchaus hohen Cost Average Effekt, der definitiv jedes klassische Sparprodukt in den Schatten stellt.

Tipp: ETF

Ist man offen für Finanzthemen und besitzt bereits ein Aktien Depot, wobei es einem selbst wichtig, sich persönlich um die eigene Geldanlage zu kümmern, so kann man einen Blick auf ETF Fonds werfen. Hier kann man über automatisch laufende Sparpläne Anteile an unterschiedlichen ETF Fonds erwerben. Zu beachten ist, dass der ETF immer einen im Vorfeld bestimmten Index nachbildet – etwa den DAX. Das heißt, man kauft nicht einzelne Aktien, sondern immer nur Anteile am Index. Das Markttiming spielt ebenfalls keine Rolle, da hier regelmäßig investiert wird. Das heißt, man kann im Vorfeld einstellen, dass zu jedem Monatsersten 100 Euro investiert werden – ganz egal, ob der Markt günstig oder teuer ist. Dadurch entsteht der Cost Average Effekt.

Hinweis: Mit einer ETF Strategie wird man niemals besser als der Markt sein – sondern immer genauso gut bzw. genauso schlecht. Das unterscheidet den ETF Fonds auch vom Investmentfonds, hinter dem sich ein (teurer) Fondsmanager befindet, der immer wieder Umschichtungen vornimmt, da dieser den Markt schlagen will. Investmentfonds können jedoch, wenn man nicht aufpasst, zu Renditefressern werden – ETFs sind hier wesentlich günstiger.

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