Wie erkennt man eine Schilddrüsenvergrößerung und was kann man dagegen tun?

Eine Schilddrüsenvergrößerung – auch Struma oder im Volksmund Kropf genannt – kommt relativ häufig vor. In vielen Fällen wird sie nicht bemerkt, in anderen Fällen empfinden Betroffene den Kropf als störend. Manchmal ist gar eine Operation notwendig. Wie Sie eine Schilddrüsenvergrößerung erkennen und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie folgend.

Wie merkt man eine Schilddrüsenvergrößerung?

Bei der Schilddrüse handelt es sich um ein kleines Organ. Schmetterlingsförmig liegt es  unter dem Kehlkopf auf der Luftröhre. Durch die Produktion bestimmter Hormone (zum Beispiel Thyroxin) ist sie an wesentlichen Stoffwechselvorgängen beteiligt und hält sich dabei meist im Hintergrund. Doch unter bestimmten Umständen kann es zu einem Wachstum der Schilddrüse kommen. Das kann völlig unbemerkt geschehen oder aber mit Beschwerden einhergehen. Manchmal ist eine Struma auch deutlich sichtbar und sticht uns als sogenannter Kropf ins Auge.  

Schilddrüsenvergrößerung: Symptome im Überblick

  • Engegefühl im Halsbereich
  • Schluckbeschwerden
  • Druckgefühl im Hals
  • Berührungsempfindlichkeit im Halsbereich
  • häufiges Räuspern
  • Heiserkeit
  • Atemnot
  • Sichtbarkeit von außen (Kropf)

In den meisten Fällen treten bei einer Schilddrüsenvergrößerung keine oder nur geringe Beschwerden auf. Es ist allerdings durchaus möglich, dass es zusätzlich zu einer Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse kommt.

Wie entsteht ein Kropf?

Der Hauptgrund für eine vergrößerte Schilddrüse ist Jodmangel. Die Schilddrüse benötigt das Spurenelement zur Hormonproduktion. Ist zu wenig davon vorhanden, teilen sich ihre Zellen, um mehr Hormone produzieren zu können. Dabei kommt es zum Wachstum und schlussendlich zum sicht- oder spürbaren Kropf.

Ist ein Kropf gefährlich?

Ein Kropf lässt immer Mutmaßungen zu, dass mit der Hormonproduktion der Schilddrüse etwas nicht stimmt. Ist das der Fall, besteht also beispielsweise eine Über- oder Unterfunktion, sind Stoffwechselprozesse beeinträchtigt. Außerdem entstehen durch das Wachstum des Schilddrüsengewebes Knoten. Heiße Knoten produzieren ihrerseits ebenfalls Hormone, was das empfindliche Gleichgewicht stört. Außerdem ist ein Risiko gegeben, dass die – ursprünglich gutartigen – Knoten bösartig werden. In Fällen, in denen der Kropf Beschwerden bereitet oder sehr viele Knoten vorhanden sind, kann deshalb eine Operation nötig werden.

Schilddrüsenvergrößerung erkennen

Der Arzt tastet die Schilddrüse ab. Außerdem ist ein großes Blutbild erforderlich, um die Schilddrüsenhormone zu kontrollieren. Zudem wird ein Ultraschall gemacht. Um herauszufinden, ob es sich bei den Verknotungen im Schilddrüsengewebe um heiße (hormonproduzierende) oder kalte Knoten handelt, wird eine Szintigrafie durchgeführt. Liegen alle Ergebnisse vor, kann der Behandlungsplan erstellt werden.

Was tun bei vergrößerter Schilddrüse?

Bei fehlenden oder geringen Beschwerden wird mittels medikamentöser Therapie (Jod- und Hormontabletten) versucht, die Schilddrüse wieder zu verkleinern. Dabei wird sie in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Je jünger der Patient ist, desto besser sind die Erfolgschancen.

Ist der Kropf sehr störend und/oder befinden sich viele Verknotungen auf der Schilddrüse, ist eine Operation anzuraten. Dabei wird überschüssiges Gewebe entfernt. Danach ist eine Jod- und Hormontherapie angezeigt.

Schilddrüsenvergrößerung vorbeugen

Um einen Kropf gar nicht erst entstehen zu lassen, ist es notwendig auf entsprechende Jodzufuhr zu achten. Erwachsene benötigen davon täglich 200 Mikrogramm. Sinnvoll ist es, mit Jodsalz zu würzen und regelmäßig Seefisch auf den Speiseplan zu setzen.

 

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