Teil 2: Deutschlands atemberaubende Flüsse. — Die besten Kurzreisetips für sonnige Wintertage.

Die Elbe – Der Fluss aus dem Riesengebirge.

Länge: 1094km
Quelle: Tschechien, Riesengebirge
Mündung: Cuxhaven, Deutschland
Die Rinnsale aus dem Moor im Krkonoße-nationalpark in Tschechien lassen noch nicht erahnen, dass aus ihnen am Ende ihrer Reise ein 18 Kilometer breiter Fluss werden wird. In Cuxhafen mündet die Elbe in die Nordsee und bildet die bekannte Kugelbake, eine leuchtend weiße Sandbank. Hier ist der Fluss einer der mistbefahrensten Wasserwege ganz Europas. Wenn man jedoch an dem kleinen Quellbach auf 1386 Metern im Riesengebirge steht und die Wappen aller Elbstädte bewundert, vergisst man das geschäftige Treiben im Unterlauf der Elbe schnell. Imposanter ist da schon der rauschende, 40 Meter tiefe Elbfall in den Talkessel „Labské jámy“ nur etwas einen Kilometer von der Quelle entfernt. Früher war die Elbe ein wichtiger, strategischer Bestandteil der kriegerischen Handlungen zwischen Deutschland und Tschechien. Heute verbindet sie zwei Nationen und sieben Bundesländer in Ost- und Westdeutschland miteinander.

Die Donau – Der Strom mit der wohl „adeligste“ Quelle der Welt.

Länge: 2857km
Quelle: Schwarzwald
Mündung: Rumänien und Ukraine, Schwarzes Meer
Die Donau ist ein Fluss der Rekorde. Nach der Wolga ist sie der zweitgrößte und zweitlängste Fluss mit einer Wasserführung von 6855 m³/s ! Weltrekord ist die Anzahl der Länder die von der Donau profitieren, denn der kleine Bach aus dem Schwarzwald wird während seiner langen Reise ganze 10 Nationen durchfließen oder die Grenze zwischen ihnen bilden. Einzigartig sind auch seine „pompöse“ Quelle und sein grenzenloses Delta, das zweitgrößte Europas, am Schwarzen Meer. Die Donau selbst entsteht östlich von Donaueschingen durch den Zusammenfluss von Brigach und Breg. Historisch wurde die Quelle des Donaubachs in Donaueschingen am häufigsten als Ursprung der Donau bezeichnet, hydrologisch betrachtet liegt die Quelle der Donau an der Martinskapelle bei Furtwangen, dem Ursprung der Breg. Eindrucksvoller ist jedoch mit Sicherheit die Quelle des Donaubaches, welche schon zu Zeiten der Römer eine wichtige Bedeutung inne hatte. Daher überrascht es nicht, dass die Karstquelle heute in einem kunstvoll gefassten Becken mit mythologischen Figuren im Fürstlich Fürstenbergischen Schlossgarten zu besichtigen ist. Am schönsten ist die Donau wohl an ihrem Oberlauf im Naturpark Obere Donau, wenn sie die Schwäbische Alb durchfließt. Hier finden sich nicht nur mit die meinen Fossilien Europas, sondern der Naturpark ist auch eines der beeindruckendsten Wandergebiete unsere Heimat.

Die Weser – Der einzige Strom Deutschlands.

Länge: 751km
Quelle: Thüringer Schiefergebirge
Mündung: Bremerhaven
Wenn man nach dem zweitlängsten Fluss Deutschlands gefragt wird, denk kaum jemand an die ruhige Weser aus dem Thüringer Schiefergebirge. Doch die Weser ist mit ihren 751 Kilometern Länge absolut einzigartig in Deutschland. Sie ist der einzige Strom der ausschließlich auf deutschem Staatsgebiet fließt.

Die Inschrift auf dem Weserstein:
„Wo Werra sich und Fulda küssen
Sie ihre Namen büssen müssen,
Und hier entsteht durch diesen Kuss
Deutsch bis zum Meer der Weser Fluss.“
(Carl Natermann junior, Hann. Münden, d. 31. Juli 1899)
Historisch betrachtet wurden Werra und Weser lange Zeit als der selbe Fluss betrachtet. Heute gilt der Zusammenfluss des alten Oberlaufes der Weser, die Werra, mit der kürzeren Fulda als Beginn der Weser in Hann. Münden (Hannoversch Münden). Oberhalb der Stadt Porta Festfalica, westlich von Hannover, am beeindruckenden Kaiser-Wilhelm-Denkmal, erlebt man ein unvergessliches Panorama. Mit dem Wesergebirge im Rücken, überschaut man bis zum allen Seiten des Horizontes das Norddeutsche Tiefland. Der Natur- und Geopark TERRA.vita lädt zu wunderbaren Wanderungen ein, denn er ist nicht umsonst Teil des UNESCO Erbes.

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