Interview mit Julia Lüpfert Gründerin von Julinga. Wie es möglich ist glückliche Beziehungen zu führen und warum wir Zeit ohne digitale Ablenkung brauchen.

Es ist soweit, Julinga geht an den Start. Was Julinga ist und warum es sich lohnt dem Glück in einer Beziehung auf die Sprünge zu helfen. Dazu in unserem Interview die Gründerin Julia Lüpfert.

Wie bist du auf die Idee gekommen Julinga zu gründen?

In meiner Jugend habe ich mich fast exakt alle zwei Jahre getrennt. Ich brauchte 5 Beziehungen, also 10 Jahre, um zu verstehen, dass es etwas mit mir persönlich zu tun hat. In meiner dann 6. Beziehung wollte ich etwas daran ändern und habe mich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt. Und was soll ich sagen – nun sind wir über 7 Jahre ein Paar, mittlerweile verheiratet und haben zwei Kinder. Und das Wichtigste: Ich fühle mich wie frisch verliebt!

Ich habe realisiert, wie kraftvoll und wunderbar erfüllend es ist, sich mit seiner Beziehung auseinander zu setzen und sie weiterzuentwickeln. Und das, weil es uns Spaß macht und wir dabei Glück empfinden, nicht aus einer Not heraus, die Beziehung „retten“ zu wollen. Genau solche Momente möchte ich mit den Julinga Spielen weitergeben!

Heute soll ja gefühlt alles „digitalisiert“ werden. Warum hast du dich mit Julinga für die klassische haptische Form eines Spiels entschieden?

Ich glaube es ist wichtig, analoge Zeit ohne digitale Ablenkungen miteinander zu verbringen. Online verzetteln wir uns ständig. An jeder Ecke winkt etwas neues Spannendes. Uns in der Partnerschaft zu begegnen, einander Wertschätzung zu zeigen und Liebe zu empfinden, ist etwas ganz anderes. Das funktioniert nicht mit einem Wisch, sondern nur analog, mit herzlichen Worten und sinnlichem Augenkontakt. Spielerisch soll es sein, um Leichtigkeit und Spaß mit Partnerschaftsentfaltung zu verbinden, denn das sehe ich als Schlüssel zu wertvollen gemeinsamen Erkenntnissen, die Paare miteinander verbinden.

Welche Vision steckt hinter Julinga, was möchtest du Paaren damit auf den Weg geben?

Ich finde, die Partnerschaft ist einer der wichtigsten Bestandteile unseres Lebens! Wenn wir ein glückliches Leben führen wollen, dann können wir genau dort anfangen glücklich zu sein! Zum Glücklichsein gehört für mich das bewusste Gestalten und das ist meine Vision von Julinga – Paaren ermöglichen, ihre Partnerschaft bewusst weiter zu entwickeln und so den Weg ins gemeinsame und damit auch persönliche Glück zu finden.

Was ist die Zielgruppe von Julinga, sind es eher Paare die schon länger zusammen sind und neue Impulse benötigen? Oder sind es auch frisch verliebte?

Prinzipiell funktionieren die Spiele für alle Paare, die ihre Beziehung weiterentwickeln wollen, unabhängig davon, wie lange sie schon zusammen sind. Zum ersten Date würde ich das Spiel nicht mitnehmen. Aber zu besprechen, welche Werte man vertritt, zeigt auf jeden Fall, dass man es ernst meint. Und auch, wenn man sich schon länger kennt und eigentlich weiß, was dem anderen wichtig ist, lohnt es sich das mal auszusprechen und das Warum zu hinterfragen. Wertschätzend fühlt es sich allemal an, wenn man als langjähriges Paar mal wieder einen Anlass bekommt, einander zu sagen, was man am anderen eigentlich schätzen und lieben gelernt hat.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen, das Spiel zu realisieren?

Wie man so schön sagt, liegt der Teufel im Detail. Eine Anleitung zu formulieren, die jeder gut versteht, ist schwieriger als gedacht. Immer wieder habe ich Paare testen lassen und deren Fragen und Feedback eingearbeitet, bis alles rund lief. Auch die Kartongestaltung war nicht so einfach. Da braucht es schon mal einen Verpackungsingenieur, damit am Ende alles passt und ein hochwertiges Spiel entsteht, worauf ich wirklich stolz bin, wenn ich es in den Händen halte.

Welche 3 Tipps würdest du angehenden Gründern mit auf den Weg geben? Du hast ja auch schon einige Erfahrungen sammeln können. Mit allen Höhen und Tiefen.

Pauschale Tipps sind wirklich schwierig zu formulieren. Ich finde jeder Mensch hat das Zeug zum Gründen! Manche haben super tolle Ideen, aber zögern zu lange, weil sie unsicher sind. Dann würde ich gern den Tipp, fang einfach an, geben. Andere wiederum sind eher zu voreilig und handeln unüberlegt. Da kann man auch viel Geld verlieren. Dann würde ich eher den Tipp geben, frag erstmal rum, ob jemand dein Produkt kaufen würde. Prinzipiell ist es meiner Meinung nach immer gut, sich mit möglichst vielen Menschen über die eigene Idee auszutauschen und keine Angst davor zu haben, dass jemand die Idee klaut.

Exklusiv für HarmonyMinds Leser. Hier ein Julinga Spiel gewinnen.

Für unsere HarmonyMinds Leser gibt es exklusiv die Möglich ein Julinga Spiel zu gewinnen. Schreibt uns einfach warum gerade du das Spiel haben möchtest oder vielleicht sogar verschenken willst. Bis zum 31.10.19, dann findet die Verlosung unter allen Einschriften statt.


Dankeschön für das Interview und das Julinga Spiel für unsere Verlosung.

Das könnte Sie auch interessieren

So macht Reisen auch ohne Begleitung Spaß. Für die Lieben zu Hause gibt es die besten Videos.

Allein zu reisen ist längst keine Seltenheit mehr. Viele Menschen erkennen die Vorteile, die bei einer Reise ohne Begleitung entstehen können und auch immer mehr Frauen wagen sich an das Alleinreisen. Dabei machen sich nicht nur Singles sondern auch Menschen mit Partner oder Familie gern mal solo auf den Weg. „Sofern man keine Begleitung finden …

Continue reading „So macht Reisen auch ohne Begleitung Spaß. Für die Lieben zu Hause gibt es die besten Videos.“

1 Kommentar

Ohne die Kulturtechnik des Schwimmens wird es dem Volk der Dichter und Denker an Geist und Tiefgang fehlen

Charles Sprawson, der seine Kindheit in Indien verbrachte, wo er im unterirdischen Gewölbe eines Prinzenpalastes das Schwimmen lernte, nutzt die Worte des Meeresgottes Proteus in Goethes „Faust II“ als Einladung, „Ich nehme Dich auf meinen Rücken, vermähle Dich dem Ozean“, das Wesen des Schwimmers zu ergründen. Es geht ihm aber auch um die epische, „homerische …

Continue reading „Ohne die Kulturtechnik des Schwimmens wird es dem Volk der Dichter und Denker an Geist und Tiefgang fehlen“

2 comments

Visionäre von heute – Gestalter von morgen. Ein Buch über Ärmel hochkrempeln und Anpacken

Tobias Loitsch, Leiter des NeuInstituts für Technologie in Wirtschaft und Gesellschaft, im Gespräch mit Dr. Alexandra Hildebrandt, Publizistin, Nachhaltigkeitsexpertin und Wirtschaftspsychologin. Tobias Loitsch: Im September 2018 erscheint beim Verlag SpringerGabler das von Ihnen und dem Unternehmer Werner Neumüller herausgegebene Buch „Visionäre von heute – Gestalter von morgen“. Wie ist die Idee dazu entstanden? Gab es …

Continue reading „Visionäre von heute – Gestalter von morgen. Ein Buch über Ärmel hochkrempeln und Anpacken“

0 Kommentare

Digitale Fitness: Warum Deutschland härter trainieren muss

„Wer Neuerungen einführen will, hat alle zu Feinden, die aus der alten Ordnung Nutzen ziehen.“ (Machiavelli) Digitale Technologien: Wie fit sind deutsche Unternehmen? Aus der Evolution ist bekannt, dass nicht die Stärkeren überleben, sondern jene, die sich am besten anpassen können (to fit). Das ist ein permanenter Vorgang, der auch für das Zeitalter der Digitalisierung …

Continue reading „Digitale Fitness: Warum Deutschland härter trainieren muss“

0 Kommentare

Besuche im Silicon Valley bleiben wirkungslos, wenn wir die digitale Sprache nicht lernen.

Wer die Sprache der digitalen Welt nicht lernt, gehört zu den neuen Analphabeten und bleibt passiver Konsument. Die Chefredakteurin der WirtschaftsWoche, Miriam Meckel, schrieb mit „Sprachlos in Seattle“ nicht nur ein Editorial zur Ausgabe 42, die am 7. Oktober 2016 erschien, sondern formulierte ein Plädoyer, das uns auf unserem Weg unterstützt, fit für die Zukunft …

Continue reading „Besuche im Silicon Valley bleiben wirkungslos, wenn wir die digitale Sprache nicht lernen.“

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.