Selbstzerstörerische Angewohnheiten – Wie wir sie loswerden

Rauchen, übermäßiger Konsum von Alkohol, Spielsucht oder Fresslust und übertriebener Sport – alle der genannten Verhaltensweisen eint eine Gemeinsamkeit. Es handelt sich um Verhalten, das dem Körper schaden kann. Einige Verhaltensmuster fallen in die Rubrik pathologischer Verhaltensweisen, zu denen Beispielsweise die Spielsucht oder Sportsucht fällt. Andere Aspekte, wie das Trinken von Alkohol, können zu einer körperlichen Sucht werden. Unterm Strich bleibt eine Verbindung – die Verhaltensmuster können Leben, Familien und Gesundheit zerstören. Beim Rauchen drohen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Zudem gilt das Tabakrauchen als eine Hauptursache für viele Krebserkrankungen.

Die Grenze ist leider fließend

Alkohol trinken, hin und wieder eine Runde Blackjack oder eine Hausrunde Poker spielen und im Frühjahr gern mit dem Rad Touren fahren sind keine auffälligen Verhaltensweisen. Allerdings kann es im Übermaß passieren, dass selbst der eigentlich gesunde Sport zu einer selbstzerstörerischen Angewohnheit wird. Die Grenze ist leider fließend. Und so passiert immer wieder einem Teil der Bevölkerung, dass sie diese unsichtbare Grenze überschreiten. Aus gelegentlichem Spielen wird ein Zocken um echte Euro. Und irgendwann gehören Betroffene zu jenen circa 500.000 gefährdeten Personen, die laut der Initiative Automatisch Verloren als süchtig nach Glücksspiel gelten. Lässt sich einer solchen Karriere vorbeugen?

Rauchen – schnelle Bedürfnisbefriedigung auf Kosten der Gesundheit

Das Rauchen von Tabak – also Zigaretten oder Zigarren – wird gern als Laster beschrieben. Es ist die Rede vom „Blauen Dunst“, was fast schon niedlich klingt. Dabei ist Rauchen massiv gesundheitsschädlich. Zigaretten und andere Tabakerzeugnisse werden für die Entstehung von Lungenkrebs verantwortlich gemacht. So geht eine Initiative des RKI (Robert Koch Institut) davon aus, dass bei den Männern 90 Prozent der Patienten mit Lungenkrebs eine Vergangenheit als Raucher haben. Das Problem: Lungenkrebs wird meist erst spät erkannt und hat eine generell eher schlechte Prognose.

Mit dem Rauchen aufzuhören erscheint vor diesem Hintergrund betrachtet mehr als sinnvoll. Und Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen, dass die Zahl der nicht mehr aktiven Raucher mit 19,3 Prozent beachtlich ist. Warum fällt es einigen Rauchern leichter, einfach die Finger vom Glimmstängel zu lassen, und anderen nicht? Ein wichtiges Puzzleteil ist das Nikotin. Letzteres hat pur ein zwar geringes Suchtpotenzial. Im Tabakrauch erhöht sich dieses Potenzial aber deutlich – durch das Zusammenspiel verschiedene Stoffe miteinander. Und genau hierin liegt eine der Herausforderung beim Ablegen des Lasters Rauchen.

Sofortiger Rauchstopp

Der sofortige Rauchstopp ist – vom gesundheitlichen Standpunkt aus betrachtet – sicher die optimale Variante, mit dem Tabakrauchen umzugehen. Leider fällt gerade dem langjährigen Raucher schwer, sofort mit dem „Qualmen“ aufzuhören. Auf der einen Seite sind dafür Automatismen verantwortlich. Besonders bei psychischer Abhängigkeit spielen diese eine Rolle. Etwa ein Drittel der Raucher ist tatsächlich körperlich abhängig. Und hier stellen sich echte Entzugserscheinungen ein. Beide Gruppen stehen vor dem Risiko, einen Rückfall zu erleiden.

Nikotinpflaster

Die Gabe von Nikotinpflastern ist eine Möglichkeit, wie Raucher mit körperlicher Abhängigkeit ihr Verhalten ändern können. Durch das über die Haut aufgenommene Nikotin soll das Auftreten von Entzugserscheinungen verhindert werden. Auf diese Weise wird zwar nicht die Abhängigkeit selbst besiegt. Betroffene können so aber leichter daran arbeiten, die Automatismen zu durchbrechen.

E-Zigarette

Auf den ersten Blick mit dem Nikotinpflaster vergleichbar, ist die E-Zigarette umstritten. Letztlich gilt sie als nicht so schädlich wie die Zigarette. Aber eben auch nicht als die gesunde Alternative. Schuld sind im Rauch enthaltene Substanzen, deren Wirkung in Langzeitstudien erst noch detailliert zu prüfen ist. Allerdings scheint das „Dampfen“ einem Teil der Raucher tatsächlich dabei zu helfen, nicht mehr zu rauchen.

Motivationstraining

Gerade im Hinblick auf die Automatismen der psychischen Abhängigkeit kommt es stark darauf an, sich zu motivieren. Mithilfe gezielter Trainings wird versucht, die eingeschliffenen Verhaltensmuster aufzubrechen. Von einem erfahrenen Profi durchgeführt, können solche Therapien Erfolg haben.

Spielsucht – die Neugier auf die nächste Belohnung

Spielsucht ist ein Phänomen, das zu den pathologischen Krankheitsmustern zählt. Dabei ist zwischen jenen Verhaltensweisen zu unterscheiden, die tatsächlich in diese Kategorie fallen und Vielspielern ohne Suchtmerkmale. Grundsätzlich lassen sich zwei unterschiedliche Formen unterscheiden. Auf der einen Seite steht die Computerspielsucht. Hier müssen Betroffene immer wieder über Stunden am PC oder Laptop spielen. Als potenziell suchtgefährdend gelten in diesem Zusammenhang beispielsweise Online Multiplayerspiele.
Andererseits wird von Spielsucht auch im Fall pathologischen Spielens in Casinos oder bei Sportwetten gesprochen. Ein Aufhören ist hier nur noch sehr schwer möglich. Hier kommt ein sehr großes finanzielles Risiko dazu. Betroffene haben häufig einen sozialen Abstieg mit dem Zerfall familiärer Strukturen und Schulden erlebt. Lässt sich vorher aussteigen?

Begrenzen der Sitzungszeit

Ein Aspekt ist die Begrenzung der Sitzungs-/Spielzeit. Für Computerspieler eher schwierig und nur mit Selbstdisziplin umzusetzen, bieten beispielsweise Online Casinos ihren Kunden heute die Möglichkeit, eine entsprechende Begrenzung festzulegen. Dieses Feature lässt sich mit weiteren Optionen kombinieren, zu denen Einsatzlimits gehören.
Damit sich eine Begrenzung der Spielzeit bemerkbar macht, muss sich der Spieler natürlich auch daran halten. Hier wird problematisch, wenn Online Casinos die umgehende Änderung des Sessionlimits zulassen. Deutlich effektiver kann eine Sperre von Wochen oder Monaten sein. Innerhalb dieses Zeitfensters kann der Spieler das Limit nicht ändern.

Beschränken der Einsätze

Parallel zur Beschränkung der Sitzungszeit lassen Spielbanken – speziell im Internet – Einschränkungen bei den Einsätzen zu. Hier kann zu unterschiedlichen Maßnahmen gegriffen werden, wie die Deckelung der Einsätze pro Stunde oder Tag bzw. Verlustlimits. Mit diesen Einstellungen verhindern Spieler, dass sie mit einer Verlustserie – durch Setzen zu hoher Beträge, um die Verluste auszugleichen – Bankrott gehen. Wie ein Online Casino die Session- und Einsatzlimits im Detail umsetzt, variiert von Anbieter zu Anbieter.

Schwarzmalerei – die größte Sucht aller Zeiten?

Es läuft nicht immer alles optimal im Leben. Hier ein Unfall mit Blechschaden, dort der Konflikt mit einem Kollegen im Büro – es gibt Situationen, in denen der Verdacht aufkommt, alles hat sich gegen einen verschworen. Solche Phasen gibt es hin und wieder. Allerdings gibt es Personen, die grundsätzlich nur negative Aspekte wahrnehmen und dies teils überzeichnet. Die sogenannte Schwarzmalerei – also ein übersteigert negative Wirklichkeitsempfinden – kann pathologische Züge annehmen.
Dies gilt in die andere Richtung aber auch für eine übersteigerte positive Empfindung. Grenzen sind generell fließend und für Betroffene ist es schwierig, für sich selbst einen Ausweg zu finden. Hier ist häufig Hilfestellung von außen erforderlich. Negative Erfahrungen der Vergangenheit können zum Beispiel Einfluss auf den Grad der „Schwarzseherei“ haben. Parallel wirken Zukunftsängste oft verstärkend.

Selbstoptimierung – der Zwang immer besser zu sein

Gesundheit und Fitness sind zwei Kernaspekte, an denen sich heute oft gemessen wird. Selbstoptimierung – also körperliche Verbesserungen durch Sport oder höhere Effizienz im Büro – ist zu einem Schlagwort mutiert. Im ersten Moment scheint das Ganze darauf abzuzielen, ein angenehmeres Lebensgefühl zu vermitteln.
Selbstoptimierung kann sich aber auch ins Gegenteil verkehren. Wenn sich der gesamte Alltag inklusive der Familie diesem Zwang zu höherer Effizienz unterordnen muss, entsteht eine Spirale, welche pathologische Züge annehmen kann. Der Ausweg ist mitunter schwierig zu finden. Beim Sport kann das Ganze bis zur Sucht gehen. Nehmen dem Überdenken der eigenen Ansprüche ist es oft der Input von außen, der beim Wiederfinden der Balance hilft.

Fazit: Schlechte Angewohnheiten lassen sich ablegen

Laster, schlechte Angewohnheiten oder pathologische Verhaltensmuster – die Grenzen können fließend sein. Beim Rauchen oder der Schwarzmalerei kommt es sehr stark darauf an, eine Änderung der Verhaltensweisen wirklich zu wollen. In anderen Bereichen – wie zum Beispiel bei der Spielsucht – ist ab einem gewissen Punkt nur noch Hilfe von außen in der Lage, eine Umkehr zu erreichen. Professionelle Therapien sind dann nötig, um pathologisches Spielen zu unterbinden. Ein Aspekt, welcher für viele Suchtproblematiken gilt. Und viele auf den ersten Blick harmlose Verhaltensweisen haben letztlich das Zeug dazu, in einen Zwang umzuschlagen.

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