Reisen und Familie kombinieren: Diese 5 Tipps helfen dir dabei

Wahrscheinlich ist jeder in seinem Leben schon mindestens einmal verreist. Entweder als Kind zusammen mit seinen Eltern oder später dann alleine oder mit seinem Partner. Die Verantwortung und To-dos sind vergleichbar einfach: Reiseziel aussuchen, Unterkunft buchen, in den Flieger steigen und genießen. Kommen dann Kinder dazu stehen viele plötzlich vor einer scheinbar unlösbaren Aufgabe. Wie entwickelt sich der sonst so eng getaktete Familienalltag auf Reisen, braucht ein Kind nicht sein gewohntes Umfeld, was ist, wenn es plötzlich einen medizinischen Notfall gibt, verträgt mein Kind das heiße Klima, das Fliegen, das fremde Essen … you name it! Doch eigentlich kann das Reisen mit Kindern genauso entspannt und einfach sein wie das Reisen alleine. Mit diesen fünf Tipps kannst du bald dein nächstes Traumreiseziel von deiner Wunschliste streichen:

Tipp 1: Weniger ist mehr

Wenn Eltern an das Reisen mit Kindern denken, sehen sie sich oft mit einem vollgepackten Auto, das aus allen Nähten platzt. Schließlich muss man doch alles mitnehmen, was Kinder so benötigen: Kinderwagen, Reisebett, Bücher, Sachen für sämtliche Wetterbedingungen, Plastikgeschirr, die Lieblingskuscheltiere usw. Da kommt einiges zusammen. Im besten Fall schafft man es mit den ganzen Sachen in die Unterkunft und nach dem Urlaub wieder zurück nach Hause. An eine Rundreise oder mehrere aufeinanderfolgende Reiseziele ist gar nicht erst zu denken. Tatsächlich ist es aber so, dass man das meiste davon wirklich nicht braucht. Wenn ihr Unterkünfte auf Plattformen wie Airbnb bucht, stellen die Wohnungen sogar meist schon viele Sachen bereit. Natürlich sind viele Sachen für Kinder sehr nützlich, aber sie sind eben nicht lebensnotwendig. Das meiste Spielzeug, das man mit auf Reisen nimmt wird im Reiseziel meist eh nicht mehr angeguckt, weil jeden Tag so viele verschiedene Abenteuer und andere Beschäftigungsmöglichkeiten rufen. Wickeln geht für eine absehbare Zeit auch mal auf dem Bett, dem Sofa, dem Boden oder sogar im Kofferraum und eure Kinder werden es sicher lieben während des Urlaubs auch mal mit euch im Bett schlafen zu dürfen.

Tipp 2: Vergesst alles, was ihr über das Reisen wisst

Einer der größten Fehler und die Garantie für schlechte Laune ist es, die Reise mit Kindern ständig mit deinen bisherigen Reisen zu vergleichen. Denn eines ist sicher: Sie haben absolut nichts gemeinsam. Wenn ihr als Eltern alleine mit Kindern unterwegs seid, ist es sehr wahrscheinlich nicht möglich, die Abende bei Sonnenuntergang an der Strandbar ausklingen zu lassen. Ihr könnt nun wahrscheinlich nicht mehr den ganzen Tag am Pool liegen, Restaurantbesuche werden auch um einiges schwieriger werden und den Berg erklimmt ihr jetzt auch lieber mit der Gondel als komplett zu Fuß. Und das ist auch wirklich ok so. Es beginnt jetzt einfach ein ganz neues Kapitel des Reisens, bei dem ihr ganz neu lernen müsst, wo eure Grenzen sind, wie ihr eure Ausflüge gestaltet und letztendlich doch zu eurer wohlverdienten Entspannung kommt.

Tipp 3: Haltet nicht krampfhaft an eurem bisherigen Rhythmus fest

Es ist sehr wahrscheinlich, dass ihr für euren gemeinsamen Urlaub ein Reiseziel gewählt habt, in dem die Uhren einfach anders ticken. Die Sonne geht früher auf oder später unter und vielleicht müsst ihr bei eurer Ankunft sogar tatsächlich die Uhren vor- oder zurückstellen. Das wird auf jeden Fall euren bisherigen Tagesablauf beeinflussen. Meisten ist es so, dass es so viele neue Sachen zu entdecken gibt und die Kinder so aufgedreht sind, dass sie abends viel später ins Bett gehen als sonst. Dafür werden sie vielleicht morgens zu echten Langschläfern oder machen tagsüber mehrere kleine Schläfchen, weil das Planschen im Pool einfach so ermüdend ist. Nehmt es einfach so wie es kommt, bleibt beim Planen der Ausflüge so flexibel wie möglich und lasst eure Kinder ihren Rhythmus ganz alleine finden. Den gewohnten Ablauf mit Zwang durchziehen bringt außer Stress und Tränen meistens nichts. Ihr müsst vor allem keine Angst davor haben, dass eure Kinder nach dem Urlaub nicht mehr in ihren gewohnten Rhythmus finden. Das klappt meistens ohne Probleme.

Tipp 4: Vergesst euch selbst nicht

Natürlich möchte man auch, dass die Kinder bei der Reise Spaß haben. Ihr solltet dabei aber nicht den Fehler machen und eure Bedürfnisse komplett zurückstellen. Es ist auch eure kleine Auszeit und die möchtet ihr vielleicht nicht nur in Freizeitparks, beim Eselfüttern und in kinderfreundlichen Museen verbringen. Um den Familienfrieden zu wahren, ist es natürlich auch wichtig, solche Aktivitäten einzuplanen. Es sollte aber auch Programmpunkte geben, die eurem Spaß und eurer Erholung dienen. Vielleicht könnt ihr euch doch mal eine Massage gönnen, während die Kinder in guten Händen sind oder ihr verbringt alle zusammen einen Tag in der Therme. Letztendlich wird die Reise nur zu einem Erfolg, wenn alle glücklich sind.

Tipp 5: Bleibt flexibel

Das wissen Eltern auch ganz ohne Reisen zu müssen: Mit Kindern kommt immer alles anders als man es denkt. Pläne können so detailliert und gut durchdacht sein wie sie wollen, Kinder halten sich meist eh nicht daran. Vor allem auf Reisen hat man meistens viele Dinge im Kopf, die man gern erleben möchte. Wenn man einmal unterwegs ist, möchte man natürlich auch so viele Erlebnisse und Sehenswürdigkeiten mitnehmen, wie es geht. Doch meistens kommt dann doch immer alles anders als man denkt. Die Kinder haben plötzlich keine Lust mehr oder das neue Klima oder das ungewohnte Essen hat dazu geführt, dass ein Familienmitglied krank geworden ist. Versucht es, die Reise einfach ganz locker zu nehmen. Im Endeffekt geht es nicht darum, wie viele Sehenswürdigkeiten ihr gesehen habt oder wie viele schöne Strandfotos ihr habt, sondern darum, dass ihr als Familie eine wunderbare Zeit zusammen hattet.

Autoren: Lisa ist mit ihrem Freund Max und ihrem gemeinsamen Sohn seit 6 Monaten auf Reisen. Zusammen haben sie schon einige Abenteuer erlebt und teilen nun ihre Erfahrungen auf ihrem Blog Let’s be crazy.

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