Denken und Schenken. Warum Geben im Kopf beginnt.

Was bedeutet wahrer Reichtum in unserer heutigen Gesellschaft? Sich an andere zu verschwenden, weil alles Gute im Leben mit Geben, Fülle und Möglichkeiten zu tun hat. Das Buch „Denken und Schenken. Warum Geben im Kopf beginnt.“ gibt Antworten auf die Fragen, warum wir den Instinkt des Schenkens wieder neu lernen müssen, warum Unternehmen ein starkes Interesse daran haben sollten, freigiebiges Verhalten zu fördern, warum wir auf Überraschungen im Zeitalter der Algorithmen und Vermessung nicht verzichten können und Altruismus als Motivationsquelle nicht unterschätzt werden darf.

Reflektierende und philosophische Hintergrundinformationen

buchDas Buch enthält zahlreiche Hintergrundinformationen über nachhaltige Produkte und wo wir sie finden können, Experten- und Erfahrungsberichte, Geschenk- und Literaturtipps sowie weiterführende Informationen. Das Buch ist in zwei Teile gegliedert: einen reflektierenden, der philosophische und psychologische Hintergrundinformationen enthält, und einen praktischen, der sich nachhaltigen Produkten, Prozessen und Plattformen widmet. Der Erlös des Buches geht an HORIZONT e.V., einer gemeinnützigen Initiative für obdachlose Kinder und deren Mütter in München, die von der Schauspielerin Jutta Speidel gegründet wurde.

Sinn und Zweck des Buches

Geschenke zu bestimmten Anlässen sind in Unternehmen in den vergangenen Jahren immer weniger geworden: „Früher trafen zu Weihnachten Unmengen an nützlichen und oft auch unnützen Geschenken bei Firmen ein, und im Gegenzug wurden Kunden oder Geschäftspartner ebenfalls mit Geschenken überhäuft.

Im Rahmen der Möglichkeiten nachhaltige Projekte unterstützen

Viele Unternehmen gehen mittlerweile den Weg, das Budget für die Weihnachtsgeschenke einem guten Zweck zu spenden. Das macht sicherlich mehr Sinn“, sagt Claudia Silber. Die memo AG kooperiert u. a. mit HORIZONT e. V., einen gemeinnützigen Verein für obdachlose Mütter und Kinder in München. Claudia Silber und Uwe Johänntgen, der dort das Gesamtmarketing verantwortet, liegt vor allem daran, einen wirksamen Beitrag zu leisten, „indem wir auch als kleines Unternehmen im Rahmen unserer Möglichkeiten nachhaltige Projekte unterstützen. Bei unseren Aktivitäten achten wir insbesondere darauf, dass sie zu 100 Prozent mit unserer Philosophie übereinstimmen“, so Johänntgen.

Viele Kinder werden in Deutschland in die Obdachlosigkeit hineingeboren

HORIZONT e.V. wurde 1997 von der Schauspielerin Jutta Speidel gegründet und hilft wohnungslosen Müttern und deren Kindern schnell und unbürokratisch. Während eines Drehs war Jutta Speidel zufällig in einer Münchner Pension, in der Obdachlose, Mütter und ihre Kinder, in menschenunwürdigen Zuständen wohnten. Ihr fiel auf, dass in Deutschland niemand darüber spricht, obwohl viele Kinder in die Obdachlosigkeit hineingeboren werden. Seit dieser Erfahrung stand für sie fest: Ich helfe privat, pragmatisch und ohne laute Fensterreden. Im HORIZONT-Haus finden sie so lange eine Heimstatt, bis sie ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen können. Die Bewohnerinnen kommen nicht nur aus Deutschland, sondern aus allen Teilen der Erde.
verein

Lebenspraktische Fähigkeit vermitteln

Sozialpädagogen stehen den Müttern in alltäglichen Dingen des Lebens zur Seite. Mit einer Spende der memo AG wurden beispielsweise Nähmaschinen erworben, so dass regelmäßige Nähkurse für die Mütter im Rahmen des Heilpädagogikunterrichts im HORIZONT-Haus stattfinden können. Dem pädagogischen Fachteam ist es ein besonderes Anliegen, ihnen das Nähen als lebenspraktische Fähigkeit zu vermitteln: Die Frauen lernen, dass beschädigte Kleidung nicht sofort entsorgt werden muss, sondern häufig mit wenigen Handgriffen ausgebessert werden kann. Zudem schult das Nähen ihre Feinmotorik und Konzentration. Etwas Eigenes zu gestalten ist zugleich mit Erfolgserlebnissen verbunden, die das Selbstwertgefühl steigern.

Im Heilpädagogikunterricht im HORIZONT-Haus erhalten die Frauen weitere Impulse und Ideen, die sie gern aufgreifen, weil sie dann in der Lage sind, sich zu kleine oder zu große Kleidung aus Kleiderspenden passend zu schneidern, Patchwork-Decken aus Stoffresten und Stoffservietten zu nähen, ebenso individuelle Kleidung oder Taschen aus alter Bettwäsche oder Tischtüchern.

Den Wert des Lebens und der Dinge

Auch wenn die Welt durch Nähen nicht zu retten ist: Sich zu engagieren, wo immer es möglich ist, bedeutet, dem Lauf einer positiven Entwicklung zu folgen und ihr so etwas wie einen roten Faden einzuziehen, der sich nachträglich als Muster eines nachhaltigen Lebens erweist. Der ungreifbare Rest besteht aus dem Stoff, der nicht zur Sprache kommt und sich nur im Handeln selbst zeigt.

Jutta Speidel (2.v.re.) u. Christine Lindemann (re.) von Horizont e.V nehmen die Sachspende der memo AG von Uwe Johänntgen (li.) und Claudia Silber (2.v.li.) entgegen. Copyright: memo AG
Jutta Speidel (2.v.re.) u. Christine Lindemann (re.) von Horizont e.V nehmen die Sachspende der memo AG von Uwe Johänntgen (li.) und Claudia Silber (2.v.li.) entgegen. Copyright: Gemeinde Burgthann

Claudia Silber und Uwe Johänntgen besuchten im September 2013 zum ersten Mal das HORIZONT-Haus in München. Die Übergabe der „memo Box“ an Jutta Speidel anlässlich der Burgthanner Dialoge im Oktober 2013. Die HORIZONT-Kinder interessieren sich trotz ihres persönlichen Schicksals sehr für Umweltschutz und den Wert des Lebens und der Dinge, denn sie haben schon früh erfahren, dass ihre Zukunft auf dem Spiel steht, wenn niemand sorgend Anteil an ihnen nimmt. Das drückt sich auch in den zahlreichen Kinderbildern aus dem HORIZONT-Haus aus, in denen sich ihre Ängste, Sehnsüchte und Wünsche widerspiegeln. Sie dokumentieren zugleich, dass es nicht darauf ankommt, ihnen eine heile Welt vor Augen zu führen, sondern mit Herz und sozialem Gewissen Orientierung zu geben.

Sie sollen das Horizont-Haus mit einer großen Zukunftsperspektive verlassen können

Das in Deutschland einmalige Konzept hat Modellcharakter und ist ganzheitlich angelegt: „Die Kinder erhalten nicht nur schulische Förderung – sie werden auch dahingehend unterstützt, dass sie Vertrauen, Stärke, Mut, Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen entwickeln. Sie sollen das ‚Horizont‘-Haus mit einer großen Zukunftsperspektive verlassen können und die gleichen Chancen haben wie andere Kinder“, so Jutta Speidel.

Gut zu wissen… wie es grüner geht. Die wichtigsten Tipps für ein bewusstes Leben

515un86lfhl-_sy346_Die Dinge, die wir tun, müssen sich nicht ausschließen mit denen, die wir haben. Dieses Buch von Alexandra Hildebrandt und Claudia Silbersoll zeigt, dass sich in vielen Produkten auch die eigene Haltung spiegeln kann, und dass es keinen erhobenen Zeigefinger braucht, um Dinge zu verändern, dass das Machbare immer vor uns liegt, und dass wir den Weg zu mehr Nachhaltigkeit auch in kleinen Schritten gehen können. Es wird nachgewiesen, dass bereits kleine Änderungen im Verbrauchsverhalten eine große Wirkung haben. In Zukunft wird es immer wichtiger werden, über das eigentliche Produkt hinaus Informationen über die generelle Herstellerphilosophie sowie die Wirkung des Produkts auf Mensch und Umwelt zu vermitteln, um Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu dokumentieren.

Nischen-Akteure wie Öko-Pioniere sind als mutige Vordenker

Das Buch soll dazu beitragen, bei uns selbst anzufangen, wenn es darum geht, die Welt im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zu verbessern. Nischen-Akteure wie Öko-Pioniere sind als mutige Vordenker und Vorreiter von grundlegender Bedeutung für gesellschaftliche Veränderungsprozesse, die anhaltende Handlungsbereitschaft erfordern. Der vollständige Erlös dieses Buches kommt HORIZONT e.V. zugute. HORIZONT e.V. wurde 1997 von der Schauspielerin Jutta Speidel gegründet und hilft wohnungslosen Müttern und deren Kindern schnell und unbürokratisch.
Hier können auch Sie den HORIZONT e.V. direkt mit einer Spende unterstützen.
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